„Unter dem Strand“ – Ein Krimi als Beitrag zur Erinnerungskultur

Bei meiner Recherche für „Unter dem Strand“ war es für mich besonders bewegend, mit Menschen in Austausch zu kommen, die einen persönlichen Bezug zu den Themen des Buches haben. So zum Beispiel zu Nachfahren von Überlebenden der Cap Arcona Katastrophe.
Zum Gedenktag am 03.05. wurde ein Interview mit Bruno Neurath-Wilson und mir veröffentlicht, dessen Vater wegen seines Widerstands gegen den Nationalsozialismus ins KZ kam, und der die Tragödie in der Lübecker Bucht überlebte.
Ich bin sehr dankbar für solche Gespräche. Ich glaube, gerade jetzt sind sie sehr wichtig.

Cap-Arcona-Gedenktag am 03.05.2026

Dieses Wochenende ist ein ganz besonderes: Am 03.05. jährt sich zum 81. Mal der Jahrestag vom Untergang der Cap-Arcona in der Lübecker Bucht. Bei der Gedankfahrt zur Untergangsstelle lese ich aus „Unter dem Strand“; das Kinder und Jugendnetzwerk lädt ein. – Nach über zwei Jahren Recherche zum Thema ist das eine große Ehre und ein ganz bewegender Moment für mich.
Zusammen mit dem Nachfahren eines Überlebenden habe ich anlässlich des Gedenkens ein Interview gegeben, das im Groschenheft veröffentlicht wurde.
Es ist wichtig zurück zu blicken, damit Geschichte, sich nicht wiederholt. Gerade in diesen Zeiten.
Dieses Thema hat mich tief bewegt, und wird mich nicht mehr loslassen.

Unter dem Strand

Am 02. April erscheint mein neuer Krimi. Ab sofort kann man ihn bestellen. Diesen Roman zu schreiben, hat mich auf eine Reise in die dunkelsten Kapitel unserer Geschichte geschickt…
Wir leben in Zeiten, in denen sich viele fragen, ob wir vor einer schrecklichen Wiederholung stehen. Diese Sorge habe ich zum Anlass genommen, eine Krimi-Reihe ins Leben zu rufen, die den aktuellen Rechtsruck thematisiert – und zwar vor der Hintergrund historischer Ereignisse.
Der erste Band widmet sich der Cap-Arcona-Katastrophe, einer menschengemachten Tragödie, die sich in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in der Lübecker Bucht ereignete. Die Region wird Schauplatz der neuen Reihe sein. Mir war es wichtig, das Erinnern und Gedenken zugänglich zu gestalten. Denn mir ist aufgefallen, dass viele Menschen solche und andere Geschehnisse, die das Buch aufgreift, nicht kennen, obwohl ihre Folgen bis ins Hier und Heute hineinreichen.
Um ein solch sensibles Thema verantwortungsvoll erzählen zu können, war viel Recherche nötig. Denn die Fakten hinter der Fiktion sollen ja stimmen. Dafür habe ich mit vielen Sachkundigen zusammengearbeitet, und bin sehr dankbar für die breite Unterstützung. Ich wäre glücklich, wenn es mir mit ihrer Hilfe gelungen ist, ein Stück des Unsagbaren sagbar zu machen. Und uns fest genug im Gedenken zu verankern, um darin einen guten Wegweiser für Gegenwart und Zukunft zu finden.

Wer mehr über das Buchprojekt erfahren möchte, kann das hier.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr die Premiere mit mir aus der Taufe hebt: Am 19.04. um 12:00 Uhr auf dem Hamburger Theaterschiff. Willkommen!